Aktuelles und Vergangenes

 

 

 

 

 

 

 

 

Kantatengottesdienst und Festempfang 19.05.2019

 

MONTABAUR. „Singet dem Herrn ein neues Lied“ – unter diesem biblischen Wort aus Psalm 96 stand der diesjährige konzertante Gottesdienst zum Sonntag Kantate mit anschließendem großen Festempfang in der Evangelischen Lutherkirche Montabaur, in dem die Dekanatskantorei Montabaur ihr 20jähriges Jubiläum feierte. „Sowohl für die Evangelische Kirchengemeinde Montabaur als auch für das Evangelische Dekanat Westerwald war die Gründung unseres gemischten Chores im Jahr 1999 ein wichtige Ereignis“, meint Dekanatskantor Jens Schawaller, der seinerzeit mit der Neugründung des Dekanatskantorates im unteren Westerwald beauftragt war. Und in der Tat reist das Ensemble von Anfang an bis heute als der Kammerchor des Dekanates mehrfach im Kirchenjahr durch die Region, um gemeinsam mit einem Streichorchester und Solisten in Konzerten und Gottesdiensten in Montabaur und den Dekanatsgemeinden zu musizieren. „Ziel unserer Arbeit ist es, interessierte Menschen in den politischen und kirchlichen Gemeinden der Region anzusprechen und für Kirche und Kultur zu werben.“ Dabei kamen vier sehr unterschiedliche Kantaten im Gottesdienst zur Aufführung, den Pfarrerin Anna Meschonat souverän, kreativ und fröhlich leitete. So erklangen die Kantate „Siehe, ich bin bei euch“ von Friedrich Wilhelm Zachow (1663 – 1712), die beiden Kantaten „O werter heiliger Geist“ und „Erstanden ist der heilige Christ“ von Nicolaus Bruhns (1665 – 1697) sowie die Kantate „Mein Freund ist mein“ aus der Feder von Georg Böhm (1661 – 1733). Im Orchester wirkten als bereits mehrfach bewährte Musikerinnen Cornelia Heppner (Violine I), Marie Hesse (Violine II), Sophie Jungbluth (Viola da braccia I), Anne-Rose Selbach (Viola da braccia II), Nina van Someren (Violoncello), Gudula Marxsen (Kontrabass), Andrea Scheugenpflug (Blockflöte I), Lydia Neumann (Blockflöte II) und Susanne Schawaller (Orgel). Die Vokalsoli sangen in gekonnter Manier Angelika Wies (Sopran), Monika Schlößer (Alt), Hildegard Sthamer (Tenor), Jens Schawaller (Tenor) und Ingo Jungbluth (Bass), allesamt Mitglieder der Dekanatskantorei Montabaur. Beim anschließenden Festempfang wurden die Gäste in der Lutherkirche mit kleinen Speisen und Getränken verwöhnt und zum Verweilen eingeladen. Als Ehrengäste sprachen nach dem Psalmlied „Singet dem Herrn ein neues Lied“ von Heinrich Schütz als Gastgeber für den Kirchenvorstand Montabaur Thomas Lehnet und als Präses der Dekanatssynode Bernhard Nothdurft; mit Dr. Axel Wengenroth wandte sich der Dekan des Evangelischen Dekanates Westerwald an die Festgemeinde, der auch die Grüße von Pröpstin Annegret Puttkammer (Propstei Nord-Nassau / Herborn) überbrachte. Landrat Achim Schwickert sprach für den Westerwaldkreis und Andree Stein bestellte in Absprache mit der ebenfalls anwesenden Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland als Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Montabaur die Grüße des Verbandes und der Stadt. Als Vizepräses des Dekanates Westerwald und als langjährige Organistin richtete Margit Limpert das Wort an die Anwesenden und überbrachte darüber hinaus noch die Grußworte von Landeskirchenmusikdirektorin Christa Kirschbaum (EKHN / Frankfurt) und Propsteikantorin Petra Denker (Propstei Nord-Nassau / Dillenburg). Mit Norbert Busch sprach ein Gründungsmitglied für die Sängerinnen und Sänger der Dekanatskantorei Montabaur und übergab das Wort an Michael Müller, der als erster Vorsitzender des Fördervereines Musica Sacra e. V. Susanne Schawaller für ihre 20jährige ehrenamtliche und hochaktive Arbeit als Konzertorganistin der Dekanatskantorei Montabaur würdigte. Auch Gisela und Bernd Koschmieder wurde explizit für deren verdienstvollen Einsatz zugunsten der Dekanatskantorei Montabaur gedankt, die den Chor seit Jahren tatkräftig unterstützen und begleiten. Den Beschluss machte Pfarrer Maurice Meschonat, der für das junge Pfarrteam der Evangelischen Kirchengemeinde Montabaur sprach. Mit dem Psalmlied „Wohl denen, die da wandeln“ von Heinrich Schütz klang der Festempfang feierlich aus.

Österliches Platzkonzert

 

MONTABAUR. Am Ostersonntagmorgen lud mit Frechblech – dem Soloquartett des evangelischen Dekanates Westerwald – eine starke Wäller Truppe zum traditionellen österlichen Platzkonzert vor dem alten Rathaus in der Fußgängerzone Montabaur ein. Mit einem fröhlichen Crossover von geistlicher und modern-flotter Musik erfreute das Bläserensemble unüberhörbar die Zuhörerinnen und Zuhörer der Kreisstadt. Es musizierten (v. l. n. r.) Rudolf Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn) und Jens Schawaller (Helikon und Leitung).

Musik zur Sterbestunde

 

MONTABAUR. In ihrem 20. Gründungsjahr lud die Dekanatskantorei Montabaur – sie ist der Kammerchor des Evangelischen Dekanates Westerwald – traditionell zur „Musik zur Sterbestunde“ an Karfreitag in die Evangelische Lutherkirche in der Wäller Kreisstadt ein. Gemeinsam mit der Cappella Taboris – dem Vokalensemble des Evangelischen Dekanates Westerwald – und den Musikerinnen des Orchesters gestalteten die Sängerinnen und Sänger ein weiteres Kantatenkonzert unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller, das sich mit dem Passionsgeschehen musikalisch wie textlich auseinandersetzt. „Meinen Jesum lass ich nicht“ – mit dieser Zeile eines bekannten Kirchenliedes charakterisiert der A-Musiker die theologisch-inhaltliche Ausrichtung des Karfreitagskonzertes, das mit der Kantate „Herr, wenn ich nur dich habe“ von Friedrich Wilhelm Zachow (1663 - 1712) für Soli, Chor, Streicher und Basso continuo eröffnet wurde. In dieser sehr polyphonen Komposition verlangt Zachow in vielfacher Hinsicht erfahrene Sängerinnen und Sänger, die die lebendige Musik adäquat umzusetzen vermögen. Ihr folgte die archaisch anmutende Aria „Jesu, meines Lebens Leben“, eine Chaconne aus der Komponistenwerkstatt des norddeutschen Tonschöpfers Dietrich Buxtehude (1637 - 1707) für solistisch besetzten Sopran, Alt, Tenor, Bass, Streicher, Blockflöten und Basso continuo. Angelika Wies (Sopran), Monika Schlößer (Alt), Hildegard Sthamer (Tenor) und Ingo Jungbluth (Bass) zeigten sich dabei von großer Stimmkultur mit deutlichem Artikulationsvermögen und kammermusikalischer Dialogfähigkeit. Über einem gleichbleibenden Bass entfaltet Buxtehude einen variationsreichen Chorsatz, den die Cappella sicher und souverän sang. Mit den zwei Motetten „Halt, was du hast“ und „Herr, du lässest mich erfahren“ für jeweils achtstimmigen Doppelchor und Basso continuo von Johann Michael Bach (1648 - 1694) begaben sich Dekanatskantorei und Cappella in ein prächtiges klangliches Zwiegespräch, bei dem Monika Bathon als zuverlässige Codirigentin wirkte. Beide Ensembles sangen sich alternierend und – als große Steigerung – gemeinsam bei hoher rhythmischer und intonatorischer Sicherheit die frühbarocke Musik zu. Dazu bildete die sehr kammermusikalisch-filigrane Kantate „Jesu, meine Freude“ für Soli, Streicher und Basso continuo des Lübecker Komponisten Dietrich Buxtehude (1637 - 1707) einen bewussten Gegensatz. Im Orchester wirkten als bereits mehrfach bewährte Musikerinnen Cornelia Heppner (Violine I), Marie Hesse (Violine II), Sophie Jungbluth (Viola da braccia I), Anne-Rose Selbach (Viola da braccia II), Anneke Jung (Violoncello), Gudula Marxsen (Kontrabass), Andrea Scheugenpflug (Blockflöte I), Lydia Neumann (Blockflöte II) und Susanne Schawaller (Orgel). Die Instrumentalistinnen wussten ebenso solistisch-präsent wie begleitend zu musizieren und waren von rhythmischen Souveränität und bester Intonation geprägt. Abgeschlossen wurde die Karfreitagsmusik mit einer weiteren Komposition von Friedrich Wilhelm Zachow, des Lehrers von Georg Friedrich Händel: mit der Kantate „Siehe, ich bin bei euch“ für Soli, Chor, Streicher, Blockflöten und Basso continuo wagten die Ausführenden bereits einen kleinen Blick über Jesu Tod hinaus zu seiner österlichen Auferstehung. Anstelle eines Applauses erhoben sich die Zuhörerinnen und Zuhörer des Karfreitagskonzertes andachtsvoll schweigend und dankten so allen Aktiven für die ergreifende Musik zur Sterbestunde.

Konzert Barocktrio

 

MONTABAUR. Rasante Spielfreude, virtuoses Musizieren, musikalische Dialogfähigkeit – das sind nur drei von vielen weiteren möglichen Schlagworten, die das auserlesene Konzertprogramm des Frankfurter Barocktrios mit Isabel Müller-Hornbach (Viola da Gamba), Flora Fabri (Cembalo und Orgel) und Martin Jantzen (Viola da Gamba) in der Evangelischen Pauluskirche Montabaur charakterisieren. Das übergeordnete Thema des lebendigen Programmes in der 45. Geistlichen Abendmusik waren Werke von Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel: zwei typisch deutsche Barockkomponisten, die sich schon zu ihren Lebzeiten besonderen und überregionalen, ja sogar internationalen Ruhm erarbeiteten. Nicht ohne Grund, wie die Konzertgäste durch ihre Bravorufe am Ende des Abends bestätigen – in den beiden Triosonaten von Telemann und Händel fühlte man sich an Goethes Bonmot erinnert, dass bei einem Streichquartett vier vernünftige Leute miteinander parlieren. So aber eben auch bei einer Triobesetzung, die höchste Ansprüche an die Musikalität der Ausführenden stellt: in der Durchsichtigkeit der Sätze sind alle Beteiligten gleichberechtigt und aussagegefordert. Delikat und gekonnt musiziert wurden auch die beiden erst kürzlich entdeckten Telemann´schen Fantasien für Gambe solo, die an diesem Konzertabend aufgeführt wurden: eine echte Rarität und Bereicherung in den Wäller Kirchen unsrer Region! Einen klanglichen und strukturellen Kontrast hierzu bildeten eine Händel´sche Solosuite für Cembalo sowie eine Telemann´sche Gambensonate. Isabel Müller-Hornbach stammt aus Montabaur und hat nach ihrem Abitur am Landesmusikgymnasium sowohl die Fächer Violoncello, Barockvioloncello als auch Viola da Gamba studiert und abgeschlossen; mit Flora Fabri und Martin Jantzen verbindet sie eine enge überregionale und internationale künstlerische Zusammenarbeit. Darüber hinaus kooperiert sie seit Jahren mit der Dekanatskantorei Montabaur und der Cappella Taboris. „Mit dem Barocktrio musiziert ein hochrangiges und spielfreudiges Ensemble, das mit seiner Leidenschaft für historische Interpretationspraxis und möglichst authentische Spielweise die Musik der Barockzeit auf virtuose Weise lebendig werden lässt“, meint Dekanatskantor Jens Schawaller, der als Gastgeber das Barocktrio empfing. Die Gäste bedankten sich mit donnerndem Applaus bei den drei Ausführenden, den die drei jungen Menschen mit einer Zugabe beantworten mussten.

Adventskonzerte der DekanatsKantorei Montabaur

RANSBACH-BAUMBACH / MONTABAUR. Als der „Vater der deutschen Musik“ wurde er bezeichnet – Heinrich Schütz, der große vorbachsche Komponist aus Mitteldeutschland. Und in der Tat genaß der geniale Tonschöpfer eine umfassend-international geprägte musikalische Ausbildung auf der Höhe seiner Zeit in Venedig, deren künstlerische Früchte er im Laufe seines Lebens in Deutschland erntete und veredelte. Mit seiner fünfstimmigen Motette „Also hat Gott die Welt geliebt“ griff er die damals hochmoderne Klangsprache und den lebendigen Duktus des Madrigals auf, den die Dekanatskantorei Montabaur deklamierend und in agogischer Freiheit bei großer Intonationssicherheit umsetzte. Damit eröffnete der Kammerchor des Evangelischen Dekanates Westerwald sowohl in der Evangelischen Kirche von Ransbach-Baumbach, begleitet von Pfarrer Wolfgang Weik, als auch in der Evangelischen Lutherkirche Montabaur die diesjährigen Adventskonzerte unter der bewährten Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller. Mit der Kantate „Muss nicht der Mensch auf dieser Erden“ vom norddeutschen Barockkomponisten Nicolaus Bruhns brachte die Cappella Taboris als das Vokalensemble des Evangelischen Dekanates Westerwald ein kontrastreiches Werk historisch informiert zu Gehör: hierbei sangen Angelika Wies (Sopran), Monika Schlößer (Alt), Hildegard Sthamer (Tenor) und Ingo Jungbluth (Bass) die anspruchsvollen Vokalsoli und Ensemblesätze. Inhaltlich steht in dieser Kantate das biblische Motiv der „Gefährdung und Bewahrung“ im Fokus des Textes, was sich in der Weihnachtshistorie konkret im Konflikt zwischen Herodes und dem neugeborenen Jesus widerspiegelt und im Kindermord von Bethlehem dramatisch seinen Höhepunkt erreicht. Im Orchester, das lebendig, rhythmisch sicher und frisch musizierte, wirkten Cornelia Heppner (Violine), Marie Hesse (Violine), Sophie Jungbluth (Viola da braccia), Anne-Rose Selbach (Viola da braccia), Nina van Someren (Violoncello), Gudula Marxsen (Kontrabass), Andrea Scheugenpflug (Blockflöte) und Lydia Neumann (Blockflöte); die Orgel spielte die bewährte Organistin Susanne Schawaller. Sowohl in den Tuttisätzen als auch in den kammermusikalisch besetzten Formteileilen war das Musizieren zwischen dem Instrumental- als auch dem Vokalklangkörper von großer Dialogfreude und Kommunikationsfähigkeit aller Beteiligten geprägt. Das große Kernwerk der beiden Konzertabende bildete die „Weihnachts-Historie“ von Heinrich Schütz, die in hoch kontrastreicher Disposition den Evangelienbericht dramatisch umsetzt: der Komponist deutet dabei den Textinhalt musikalisch genial aus und entwirft so mit den Stilmitteln der Oper seiner Zeit ein Gesamtkunstwerk. Als Soliloquenten wirkten hierbei neben den Ensemblemitgliedern der Cappella Taboris weiterhin Monika Bathon (Alt), Norbert Busch (Bass) und Michael Müller (Bass) als Solisten. Die ausdrucksstarken Rezitative des Evangelisten sang Dekanatskantor Jens Schawaller (Tenor), die die Handlung des weihnachtlichen Geschehens tragen. Beschlossen wurden beide Konzertabende in den zwei Wäller Kirchen mit einer Choralbearbeitung für Chor und Orchester über das Weihnachtslied „Nun singet und seid froh“, mit der die Dekanatskantorei Montabaur, die Cappella Taboris und das Orchester die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Abend entließen. Die Gäste dankten es allen Musikerinnen und Musikern mit einem kräftigen und langanhaltenden Applaus.

44. Geistliche Abendmusik mit Frechblech

GEMÜNDEN / MONTABAUR. Zu einem geistlichen Konzert mit ernster Musik und Lesungen zum Ewigkeitssonntag luden FRECHBLECH als das Soloquintett des Evangelischen Dekanates Westerwald und der Organist Martin Löw aus Goddert gemeinsam jeweils in die Evangelische Stiftskirche Gemünden und in die Evangelische Pauluskirche Montabaur ein. Unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller (Helikon) musizierte das Ensemble die expressive Suite gothique von Léon Boëllmann (1862 – 1897) in den beiden unterschiedlichen Wäller Kirchen, wobei Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn) und Benjamin Bereznai (Basstrompete und Bariton) die französisch-romantische Musik souverän und spielfreudig zum Leben in den beiden denkmalgeschützten Kirchen erweckten. Mit der fünfstimmigen Motette „Tristis est anima mea“ von Johann Kuhnau (1660 – 1722) erklang ein polyphones Werk, das sich mit Jesu Leiden im Garten Gethsemane auseinandersetzt und so den Bogen zum Ewigkeitssonntag schlägt. Martin Löw schloss sich diesem Thema mit einer ausdrucksstarken Orgelimprovisation über „Die Nacht ist vorgedrungen“ an, die dem Erleben menschlicher Angst und deren Überwindung durch die Hoffnung musikalisch tiefem Ausdruck verlieh; die anwesenden Gäste sangen den Choral bewegt mit. Aus dem Stilumfeld der Prima pratica kontrastierte die Motette „Sicut Cervus“ – „Wie der Hirsch schreiet“ – von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 – 1594), deren Inhalt das Fragen des Menschen nach Gott beinhaltet. Mit einem differenzierten und charaktervollen Choralvorspiel über „Wir warten dein, o Gottes Sohn“ stellte Martin Löw den Bezug zum Ende des Kirchenjahres wieder her, bei dem er sowohl das Klanggewand der Orgel von Johann Wilhelm Schöler als auch der von Georg Friedrich Wagner charmant und emotionsvoll vorzustellen verstand. Beide Denkmalorgeln luden die Gäste zum Mitsingen auch dieses Chorales ein. Mit einer typisch reformierten Komposition zu Psalm 90 – „Herr, du bist unsre Zuflucht für und für“ – von Jan Pieterszoon Sweelinck (1562 – 1621) musizierte FRECHBLECH ein höchst thematisch-motivisch gebundenes Werk des Meister niederländischer Vokalpolyphonie, dem gegenüber mit „Unser Leben ist ein Schatten“ von Johann Bach (1604 – 1673) eine sehr gegliederte und vielgestaltige Motette lutherischer Art erklang. Mit einer Orgelimprovisation über „Nun sich das Herz von allem löste“ schwelgte Martin Löw in den unterschiedlichen Dispositionen beider Orgelwerke und erfüllte die zwei unterschiedlichen Kirchenräume im Oberen wie im Unteren Westerwald mit seinem ergreifenden Spiel. Liturgisch gegliedert wurden beide Konzerte durch Lesungen und Gebete, die Benjamin Bereznai vortrug und damit immer wieder den Bezug zum Ewigkeitssonntag herstellte. Mit Joseph Gabriel Rheinbergers (1839 – 1901) „Abendlied“ verabschiedete sich FRECHBLECH von seinen Zuhörerinnen und Zuhörern, die es allen beteiligten Musikerinnen und Musikern mit einem langen Applaus dankten.

MONTABAUR. „Gegensätze ziehen sich an“, so sagt schon der Volksmund; und in der Tat war diese Weisheit eine konzeptstiftende Grundlage für das äußerst kontrastreiche Konzert mit Susanne Schawaller an der Weigleorgel, Dietmar Wengenroth an der Hoch-B-Trompete und Dekanatskantor Jens Schawaller am Truhenpositiv in der Evangelischen Lutherkirche Montabaur. Gemeinsam luden die Musikerin und die beiden Musiker zu klanglichen Gegenpolen zwischen Zeit und Klang in die moderne Kirche in der Wäller Kreisstadt ein. Dabei ließ Susanne Schawaller das neobarocke Instrument in der Lutherkirche mit virtuos-solistischen Orgelwerken Max Regers aus op. 59 ganz in hochromantischer Manier erklingen: durch geschicktes Registrieren, lebendige Agogik und eine ausgezeichnet Technik in Manual und Pedal überzeugte sie in der gewichtigen Toccata, der melismierenden Melodia und dem motettisch-imitativen Benedictus. Max Reger nimmt dabei formalen Bezug auf protestantische Formen der Orgelkunst Dietrich Buxtehudes und Johann Sebastian Bachs und gießt seine Kompositionen in ein hochromantisch-polyphones Klanggewand. Dem gegenüber standen die barocken Werke von Giovanni Bonaventura Viviani, Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann, die Dietmar Wengenroth in der ihm zueignen Leichtigkeit, Spielfreude und Präzision zum munteren Leben erweckte. Mit dem überbordenden Obertonreichtum seines Trompetenspiels musizierte der Berufstrompeter Konzerte und Arien, die in sich als differenziert-divergierende Satzfolgen angelegt sind und so abwechslungsreich auf einander Bezug nehmen. Beide Solisten zelebrierten bestens historisch informiert und professionell in jeder Hinsicht in gegensätzlichen Stilen auf ihrem jeweiligen Instrument und nahmen ihre Gäste durch den Charme ihrer Musik gefangen. Dekanatskantor Jens Schawaller begleitete den Solotrompeter Dietmar Wengenroth als erfahrener Generalbassspezialist am Truhenpositiv, was den beiden Musikern die Möglichkeit zu einem kommunikativen-dialogischen Musizieren eröffnete – ein musikalisches Zwiegespräch in kammermusikalischster Art und Weise. Auch führte er als Moderator durch den Abend und begleitet alle Anwesenden von Werk zu Werk. Mit einem lang anhaltenden Applaus bedankten und verabschiedeten sich die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer von den drei Musizierenden des Konzertabends.

Kantatenkonzert der Dekanatskantorei Montabaur

MONTABAUR. Am Sonntag, dem 16.09. lädt die Dekanatskantorei Montabaur als der Kammerchor des Ev. Dekanates Westerwald um 17 Uhr zu einem weiteren großen Kantatenkonzert in die Ev. Lutherkirche Montabaur ein und setzt damit die etablierte Tradition der Septemberkonzerte fort.

Auf dem Programm stehen die Kantate „Liebster Gott, wenn werd ich sterben“ von Joh. Seb. Bach, die beiden Werke „Schlage doch, gewünschte Stunde“ und „Meine Seele rühmt und preist“ von M. Hoffmann sowie ein Flötenkonzert von Joh. Seb. Bach in einer Rekonstruktion von F. Zimei – aufgeführt vom professionellen Barockorchester Il Quadro Animato und vier eigens für diese Stilistik ausgebildeten hauptberuflichen Vokalsolisten.

Die Vokalkompositionen thematisieren, dass Gott dem Tod den Schrecken genommen hat; damit ist die Musik getragen von der Hoffnung auf Gottes grenzüberschreitende Treue, aber auch von der Erfahrung menschlicher Zuneigung und Liebe nach Gottes Vorbild.

Der Eintritt zu diesem außergewöhnlichem Konzert beträgt 15 Euro (Schüler und Studenten 10 Euro), Karten gibt es im Vorverkauf (Tel.: 02602 / 8814 und 0176 / 8561 2553) sowie an der Abendkasse. Einlass ist ab 16.00 Uhr. Die Leitung hat Dekanatskantor Jens Schawaller.

FRECHBLECH Platzkonzert

 

MONTABAUR. Zwei Stunden sommerlich-flotte Musik und zahlreiche Gäste: wieder einmal konzertierte mit FRECHBLECH das witzig-geistreiche Wäller Soloquintett des evangelischen Dekanates Selters unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller (Sousaphon) vor dem alten Rathaus in der Fußgängerzone von Montabaur mit Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn) und Ben Bereznai (Bariton und Basstrompete).

FRECHBLECH Platzkonzert

 

MONTABAUR. FRECHBLECH, das bekannte Montabaurer Soloquintett, lädt am Samstag, dem 01.07.2017 von 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr zu einem bunt-sommerlichen Platzkonzert vor dem alten Rathaus in der Fußgängerzone Montabaur ein. Es musizieren Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn), Ben Bereznai (Bariton und Basstrompete) und Dekanatskantor Jens Schawaller (Sousaphon und Leitung). Der Eintritt ist frei!

Cappella Taboris im Pfingstgottesdienst

 

MONTABAUR. Hell erklangen die obertonreichen Kaskaden der Sängerin in der evangelischen Lutherkirche und verbanden sich mit den Klängen einer kunstfertigen Altblockflöte sowie mit dem spritzigen Ton des Cembalos: zu Pfingstsonntag im 500. Jahr der Reformation musizierten vier Mitglieder der Cappella Taboris unterschiedliche Arien konzertanten Anspruchs von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach, durch den Gottesdienst führte Pfarrer Michael Dietrich. Angelika Wies brillierte dabei als ausgebildeter hoher Sopran und begab sich sowohl mit der herausragenden Blockflötistin Monika Schlößer als auch mit der virtuosen Organistin und Cembalistin Susanne Schawaller in den musikalisch-barocken Dialog. Das klangliche Fundament dieser Pfingstmusik legte Dekanatskantor Jens Schawaller, der am Kontrabass in lebendiger Artikulation und barocker Klangsprache eine angemessene Basis für die Kammermusik legte – ein besonderes Musikereignis im 50. Jahr der Lutherkirche in Montabaur.

Luther reloaded

Landeskirchenmusikdirektion Christa Kirschbaum (Zentrum Verkündigung, Frankfurt) führte am Freitag, 19. Mai um 19.30 Uhr in der Lutherkirche Montabaur ein kreatives Gemeindesingen mit Luther-Liedern aus dem Evangelischen Gesangbuch durch. Martin Luther hat zahlreiche geistliche Lieder getextet und komponiert, um die Gemeinde singend an der Verkündigung zu beteiligen.

LKMD Christa Kirschbaum stellte in ihrem Kreativen Gemeindesingen Luther-Lieder aus dem EG vor – nicht nur als historische Glaubenszeugnisse, sondern musikalisch aktualisiert: eine feste Burg, die swingt, mittelalterliche Mehrstimmigkeit selbstgemacht, die Litanei als Prozessionsgesang, ein Kinderlied auf die Weihnacht, das die Verhältnisse auf den Kopf stellt, eine Klangwolke allein aus Melodietönen und die gute Nachricht als fröhlichen Springtanz

Es war ein kurzweiliger und abwechslungsreicher Abend, an dem durchgängig das Publikum beteiligt war: singend, Rythmus klatschend, aufstehend, umhergehend und zum Schluss wurden sogar die Stühle weggeschoben, damit die rund 50 Teilnehmer/innen einen Tanz vollführen konnten zu einen Lutherlied, das sie natürlich dabei selbst sangen. Herzlichen Dank an LKM Christa Kirschbaum,

die uns einen wunderbaren und bewegenden Abend geschenkt hat.

FRECHBLECH Reformationstour

MONTABAUR. Bei einer Tournee der ganz besonderen Art machte sich Frechblech, das bekannte Montabaurer Soloensemble im Dekanat Selters, auf den Weg zu verschiedenen Stätten und Städten Martin Luthers. „Anlässlich des 500jährigen Jubiläums der Reformation lag es für uns sehr nahe, unterschiedliche Orte zu besuchen, in denen der große Reformator wirkte und sowohl die Kirche wie auch die Welt von Grund auf veränderte und erneuerte“, meint Dekanatskantor Jens Schawaller als der Leiter und Tubist der musikalischen Gruppe. Und in der Tat musizierten Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn) und Ben Bereznai (Bariton und Basstrompete) in der Andreaskirche in Eisleben, dem Geburts- und Sterbeort Martin Luthers sowie im diesjährigen Universitätsgottesdienst in der Wittenberger Schlosskirche, an deren prominenter Tür Martin Luther der Überlieferung nach am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen angeschlagen haben soll und damit die Erneuerung der Kirche begründete: 450 Besucherinnen und Besucher machten diesen Gottesdienst zu einem ganz besonderen Erlebnis. Neben der geschichtsträchtigen Stadt am Nordufer der Elbe besuchte Frechblech auch Leipzig, wo das Blechbläserensemble am Grabe Johann Sebastian Bachs in der weltberühmten Thomaskirche konzertierte; auf dem Heimweg der über 1000 km langen Reformationstour machte das Quintett auch an der Wartburg bei Eisenach Station und gedachte dort mit verschiedensten Choralbearbeitungen über Lutherlieder des großen Reformators, bevor das Ensemble sich auf den Rückweg in den Westerwald machte.

Osterkonzert FRECHBLECH

MONTABAUR: Am Ostersonntagmorgen lud Frechblech – das Soloquartett des evangelischen Dekanates Selters – zum traditionellen österlichen Platzkonzert vor dem alten Rathaus in der Fußgängerzone Montabaur ein; in diesem besonderen Frühlingskonzert mit geistlicher und modern-flotter Musik erfreute das Bläserensemble unüberhörbar die Zuhörerinnen und Zuhörer der Kreisstadt. Es musizierten (v. l. n. r.) Rudolf Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Benjamin Bereznai (Basstrompete und Bariton) und Dekanatskantor Jens Schawaller (Helikon und Leitung).

Passionskonzerte Montabaurer Kantorei / Cappella Taboris

MONTABAUR. Mit einem für Karfreitag in der evangelischen Kirche eigentlich ungewohnt sattem Orchesterklang begann die Johannespassion des barocken Komponisten Alessandro Scarlatti, der die Leidensgeschichte Jesu in dramatische und bewegende Musik umgesetzt hat. Die Montabaurer Kantorei und die Cappella Taboris meisterten dieses Werk gemeinsam unter der bewährten Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller bei der Aufführung in der sehr gut besuchten evangelischen Lutherkirche in Montabaur in besonderer Art und Weise: ist das Stück doch voller ausgeprägter Kontraste, die von allen Beteiligten eine hohe Aufmerksamkeit und beste Vorbereitung fordern. „Schnell war klar, dass wir uns eine Textbegegnung zwischen Alessandro Scarlatti und Johann Sebastian Bach wünschen“, erklärt der Dekanatskantor des unteren Westerwaldes, „und so kam es, dass wir die knapp einstündige Komposition des italienischen Komponisten um die elf Bachchoräle der Johannespassion aus der Feder des Thomaskantors erweitert haben – dadurch werden die einzelnen Handlungsstränge des Evangelienberichts noch einmal musikalisch-meditativ bedacht und kommentiert“. Die Montabaurer Kantorei erwies sich auch hier wieder als ein stilsicheres Ensemble, das intonationsrein und stimmgeschult die Turbachöre und Bachchoräle im Wechsel mit der Cappella Taboris sang. Als Solisten wirkten Monika Schlößer (Testo) sowie in den weiteren Rollen des Johannesevangeliums Angelika Wies (Ancilla, Pilatus), Hildegard Sthamer (Petrus, Judaeus) und Ingo Jungbluth (Christus) als die Ensemblemitglieder der Cappella Taboris. In besonderer Weise zeigte sich auch das inzwischen bereits sehr bewährte Streichquintett mit Cornelia Heppner (Violine), Heinz-Peter Krämer (Violine), Sophie Jungbluth (Viola da braccia), Anneke Jung (Violoncello), Gudula Marxsen (Kontrabass) und Susanne Schawaller (Cembalo): das Orchester musizierte dialogfreudig und kunstverständig die Partita über „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ von Johann Sebastian Bach, um die Musik zur Sterbestunde angemessen zu eröffnen. „Es sei dem Förderverein Musica Sacra e. V. und dem Evangelischen Dekanat Selters noch einmal ausdrücklich dafür gedankt, mit dem neu erweiterten Chorpodest nun auch in der Lutherkirche endlich professionell mit der Montabaurer Kantorei und einem Orchester arbeiten zu können“, freut sich Dekanatskantor Schawaller, „außerdem verleihen wir mit der Musik zur Sterbestunde Jesu auch dem 50jährigen Baujubiläum der Lutherkirche im 500. Jahr der Reformation einen würdevollen Ausdruck“. Obendrein konnte das Passionskonzert wieder bei freiem Eintritt angeboten werden, was allen Aktiven ein wichtiges Anliegen ist. In liturgischer Hinsicht begleitete Pfarrer Michael Dietrich in Montabaur die Karfreitagsmusik; die Zuhörerinnen und Zuhörer erhoben sich nach beiden Konzerten schweigend von ihren Plätzen, um ihrer Ergriffenheit und ihrem Dank stillen Ausdruck zu verleihen.

Frechblech spielt Osterlieder - Ostersonntag 16.04.2017

MONTABAUR. Am Ostersonntag, dem 16.04.2017 lädt FRECHBLECH – das Soloquintett des evangelischen Dekanates Selters – um 08.00 Uhr zu einem österlichen Platzkonzert mit flotter Musik und Osterliedern am alten Rathaus am Großen Markt 10 in Montabaur ein – bei jedem Wetter! Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Dekanatskantor Jens Schawaller.

Frechblech - Passionskonzert vom 5. März 2017

MONTABAUR. Im diesjährigen Passionskonzert in der evangelischen Pauluskirche Montabaur ging Frechblech, das Soloquintett des evangelischen Dekanates Selters, mit anspruchsvoller Musik unter anderem aus der Familie von Johann Sebastian Bach im Rahmen einer weiteren Geistlichen Abendmusik an die Öffentlichkeit. „Die Motetten des Altbachischen Archives sind wahre Perlen der frühbarocken Kompositionskultur in Mitteldeutschland“, meint Dekanatskantor Jens Schawaller (Leitung und Helikon), „und wir haben viel Freude daran, die sprachlich feinst nuancierte Musik bläserisch-artikulativ umzusetzen“. Und in der Tat gelang es dem Wäller Ensemble mit Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn) und Benjamin Bereznai (Bariton und Basstrompete) mit der Psalmvertonung „Sicut cervus” von Giovanni Pierluigi da Palestrina, hochpolyphone Musik der Prima pratica lebendig werden zu lassen, um ihr dann mit Johann Sebastian Bachs großer fünfstimmiger Mottete über „Jesu, meine Freude“ eine dramatische Umsetzung des Lied- und Bibeltextes kontrastierend gegeneinander zu stellen. Die Lesungen des Abends übernahmen ebenfalls die Musikerinnen und Musiker, die damit einen weiteren Kontakt zu den anwesenden Gästen herstellten. Mit Johann Bachs filigraner Motette „Unser Leben ist ein Schatten“ und Johann Michael Bachs intimen Kompositionen „Unser Leben währet siebenzig Jahr“ sowie „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“ erklangen Werke von tiefer Poetik und zarter Klangschönheit, die sich sowohl mit menschlichem Leiden und Sterben als auch dem christlichen Auferstehungsgedanken befassen. Hier zeigte sich das Quintett von besonderer kammermusikalischer Seite und musikalischer Dialogfähigkeit. Die Passionschoräle begleitete Dekanatskantor Jens Schawaller vom wertvollen Riegerpositiv aus, das in Konzerten und Gottesdiensten zuverlässig seinen Dienst tut. Beschlossen wurde die Geistliche Abendmusik – Pfarrer Johannes Seemann begleitete das Konzert – nach Vater unser und Segen mit Johann Kuhnau Gründonnerstagsmotette „Tristis es anima mea“, einer weiteren polyphonen Motette des direkten Amtsvorgängers von Bach an der Leipziger Thomasschule. Die Gäste bedankten sich mit kräftigem Applaus bei den fünf Musikerinnen und Musikern. Das Konzert findet noch einmal am Samstag, 11.03. um 18.00 Uhr in der Schloßkirche Westerburg statt.

Musik zur Stebestunde - Karfreitag 14.04.2017 - Lutherkirche

ALSBACH / MONTABAUR. Die Leidensgeschichte Jesu nach dem Evangelisten Johannes – das ist der Mittelpunkt der traditionellen zwei Chor- und Orchesterkonzerte zur Karwoche mit der Montabaurer Kantorei, der Cappella Taboris und einem Streichquintett. Dabei erklingt der ergreifende Passionsbericht in einer Vertonung von Alessandro Scarlatti (1660 – 1725), ergänzt durch die Choräle der Johannespassion von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750), so daß zwei barocke Werke in Bezug zueinander treten. Eröffnet werden die Konzerte durch einen Variationszyklus über das Passionslied „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ aus der Feder des Thomaskantors Johann Sebastian Bach. Das Konzert findet statt am Dienstag, 11.04. um 20 Uhr in der evangelischen Nicolaikirche an der Hauptstraße 11 in 56237 Alsbach und am Karfreitag, 14.04. um 15.00 Uhr in der evangelischen Lutherkirche an der Martin-Luther-Straße 1 in 56410 Montabaur. Der Eintritt ist frei, die Gesamtleitung liegt in den Händen von Dekanatskantor Jens Schawaller.

Neujahrskonzert mit dem Diezer Instrumentalensemble  

MONTABAUR. Mit einem reichhaltigen Programm für Streichorchester überzeugte das Diezer Instrumentalensemble im Rahmen des traditionellen Neujahrskonzerts in der evangelischen Lutherkirche in Montabaur seine zahlreichen Gäste: 1987 von engagierten Laienmusikern gegründet, widmet sich das Orchester sowohl der orchestralen Symphonik als auch der gepflegten Kammermusik.

 

Seit 1999 probt und konzertiert die Orchestergemeinschaft unter der bewährten Leitung von Erhard Köhler, studierter Schulmusiker und Germanist sowie staatlich geprüfter Privatmusikerzieher mit Hauptfach Bratsche. „Wir sind froh, mit einem Streichorchester wie dem Diezer Instrumentalensemble kooperieren zu können“, erklärt Dekanatskantor Jens Schawaller, „und heißen unsere Gäste in unserer Reihe der Geistlichen Abendmusiken herzlich willkommen!“.

 

Pfarrer Michael Dietrich führte liturgisch durch den Abend und begrüßte und verabschiedete die Orchestergemeinschaft, die sich seit vielen Jahren bereits als ein kompetentes und zuverlässiges Ensemble darstellt und neben seinem Schwerpunkt in Diez auch in der Dekanatskirchenmusik des unteren Westerwaldes engagiert ist und dabei die Montabaurer Kantorei in vielfacher Hinsicht begleitet.

 

Im Neujahrskonzert erklangen mit der Serenade F-Dur von Robert Volkmann (1815 – 1883), Sergei Rachmaninoffs (1873 – 1943) „Vokalise“, der „Pavane pour une infante défunte“ von Maurice Ravel (1875 – 1937) und Jacob Rosenhains (1813 – 1894) „Am Abend“ Werke von Komponisten, die entweder zu Beginn oder zum Ende des 19. Jahrhunderts geboren wurden, womit das Orchester verschiedenste Schattierungen und Klänge der jüngeren Musikgeschichte aufleben ließ.

 

Dabei erwies sich das Diezer Instrumentalensemble als ein feinfühliger und sauberer Klangkörper, dessen Musikerinnen und Musiker sensibel aufeinander reagieren. Als besonderer Gast war die professionelle Cellistin und Gambistin Isabel Walter zugegen, die aus Montabaur stammt und das Ensemble seit ihrer Kindheit kennt und der Dekanatskirchenmusik im Dekanat Selters in besonderer Weise zuarbeitet. Die Gäste bedankten sich mit einem donnernden Applaus.

Albert Schweitzer

WESTERWALD / ELSASS. Albert Schweitzer, 1875 in Kaysersberg im Oberelsass bei Colmar geboren und 1965 in Lambaréné, Gabun gestorben, gehört mit zu den faszinierendsten Persönlichkeiten der evangelischen Kirche: nach seinem Studium der Theologie entschied sich der junge Mann, noch Medizin zu studieren, um als Arzt in Lambaréné ein Urwaldkrankenhaus aufzubauen. Anders wäre es ihm sonst nicht möglich gewesen, sein diakonisches Denken in handfeste Arbeit umzusetzen. Albert Schweitzer, der zunächst als virtuoser und gefeierter Organist und berühmter Bachinterpret von sich reden machte, hatte lebendige Kontakte in die Musikwelt seiner Zeit und war auch philosophisch und sprachlich hochbegabt. Aber auch politisch war der praktizierende Pazifist bestens informiert und im steten Dialog mit den Vertretern der Hochpolitik. Um so mehr freute es Dekanatskantor Jens Schawaller bei einer Studienfahrt ins Elsass, das im Jahr 1928 / 1929 erbaute Hause des weltbekannten Konzertorganisten, Urwalddoktors und Nobelpreisträgers in Günsbach besuchen zu können – und auf dessen Originalklavier spielen zu können. „Sie dürfen gerne spielen“, meint der ebenso freundliche wie kompetente Museumsführer in seinem charmanten elsässischen Tonfall, „Albert Schweitzer hat es so gefügt: das Klavier soll auch nach seinem Tode gespielt werden!“. Dabei handelt es sich um ein tropentaugliches Instrument, das der Braunschweiger Flügelbauer Schimmel mit einem ausgebauten Orgelpedal entwarf, so daß der große evangelische Musiker auch in Afrika seine geliebte Orgelmusik von Johann Sebastian Bach spielen konnte. Dekanatskantor Schawaller, der selber über ein ähnliches Pedalklavier im Westerwald verfügt, hatte so die Möglichkeit, es Albert Schweitzer gleichzutun und spielte neben einigen Choralimprovisationen die große Fantasie und Fuge g-Moll aus der Feder des Leipziger Thomaskantors. Ohne die außergewöhnlich freundliche und offene Art der Museumsleitung wäre es zu diesem musikalischen Dialog zwischen dem Elsass und dem Westerwald nicht gekommen.

Bericht: Adventskonzerte 2016

ALSBACH / MONTABAUR. Mit der vierstimmig-polyphonen Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden“ von Johann Sebastian Bach eröffnete die Cappella Taboris als das besondere Vokalensemble des evangelischen Dekanates Selters die traditionellen zwei großen Adventskonzerte der Montabaurer Kantorei als dem Kammerchor des evangelischen Dekanates Selters unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller sowohl in der altehrwürdigen Nicolaikirche in Alsbach als auch in der stimmungsvollen Pauluskirche in Montabaur. Als Gastgeber freuten sich Pfarrer Hartmut Failing und Pfarrer Johannes Seemann über alle Anwesenden, Präses Michael Holger Müller hieß alle Zuhörenden im Namen der Musikerinnen und Musiker herzlich willkommen – als langjähriges Kantoreimitglied kennt der die Arbeit des Chores von der Pike auf und fördert die Dekanatskirchenmusik gemeinsam mit dem Dekanatssynodalvorstand, wo es nur geht. Unter dem Wort der Weissagung schloß sich der mehrstimmig-meditative Gesang „Laudate omnes gentes“ an, den die Montabaurer Kantorei und die Cappella Taboris gemeinsam mit ihren Gästen in den beiden charmanten Wäller Kirchen meditierten; dem entsprach die dann in kammermusikalisch-instrumentaler Art und Weise aufgeführte bekannte Alt-Arie „Lobe den Herren“ – an der Blockflöte Monika Schlößer – aus der gleichnamigen Bachkantate. Gleichsam als Antwort auf dieses Werk Johann Sebastian Bachs schloss sich eine moderne Choralpartita in neuerer Formensprache mit Sätzen aus der Zeit zwischen 1940 und 1950 von Ferdinand Schmidt, Jan Bender und Walther Schmidt über „Nun jauchzet all, ihr Frommen“ an, die sich die Montabaurer Kantorei, die Cappella Taboris und die Besucherinnen und Besucher sängerisch teilten. Mit Felix Mendelssohn Bartholdys bekannter Motette „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ eröffnete die Cappella Taboris den Erfüllungsteil der beiden Adventskonzerte mit einem weiteren Werk der Weltliteratur, der mit der spätromantisch-neoklassizistischen Weihnachtskantate aus dem Jahr 1931 für zwei vierstimmige Chöre, Soli und Instrumente aus der Feder des Darmstädter Musikwissenschaftlers und Komponisten Friedrich Noack einen weiteren musikalischen Höhepunkt fand. Hier zeigte sich die Montabaurer Kantorei als ein homogener Klangkörper, der sicher in der Intonation und zuverlässig in der stilistischen Ausführung die ganze breite Klangpalette des Chorgesanges beherrscht. In diesem äußerst selten aufgeführten Werk warfen sich Angelika Wies (Sopran), Monika Schlößer (Alt), Hildegard Sthamer (Tenor), Jens Schawaller (Evangelist), Ingo Jungbluth (Bass) und Susanne Schawaller (Orgel) als die Mitglieder der Cappella Taboris gegenseitig musikalisch die Bälle zu und bildeten als Soloensemble einen klanglichen Kontrast zur großen Montabaurer Kantorei. Als Streichquartett musizierten hierbei auf gewohnt gekonnte wie einfühlsame Art und Weise Cornelia Heppner (Violine), Felix Kuhl (Violine), Sophie Jungbluth (Viola da braccia) und Gudula Marxsen (Kontrabass), an der wertvollen Truhenorgel wirkte als Solistin und Continuoorganistin Susanne Schawaller, die alle Beiträgen der beiden abendlichen Adventskonzerte souverän und virtuos begleitete: das Orchester überzeugte dabei durch ein musikalisch-kommunikatives und vor allem sauberes Miteinander. Mit Felix Mendelssohn Bartholdys berühmter Motette „Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren“ schritt die Cappella Taboris in den dritten und letzten Teil der Adventskonzerte unter dem Wort der Erfüllung, um sich im Verlauf des Werkes mit der Montabaurer Kantorei zu einem einzigen großen und imposanten Klangkörper zu vereinen. In der achtunggebietenden Alsbacher Nicolaikirche ließ es sich Dekan Wolfgang Weik obendrein nicht nehmen, dem langjährigen Organisten und Chorleiter Wilfried Schneider aus Mähren zu seinem fünfzigjährigen kirchenmusikalischen Dienstjubiläum zu gratulieren; gemeinsam überbrachten sie den Dank und die Anerkennung des Dekanates Selters und der Dekanatskirchenmusik im unteren Westerwald für volle fünf Jahrzehnte zuverlässige und künstlerische Arbeit in den Gottesdiensten und Konzerten unserer Region und in der pfälzischen Heimat des musikalischen Jubilars. Beide Konzerte schlossen liturgisch mit dem Vater unser und dem Segen, musikalisch setzte Ingo Jungbluths zeitgenössische Komposition über „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ den jeweiligen Schlusspunkt; in dieser bis zu achtstimmigen Motette setzt sich der Komponist in zeitgenössischer Tonsprache mit dem Bonhoeffertext in der Liedfassung von Otto Abel kontrastreich und spannend auseinander. Möglich wurden die beiden Konzerte wieder durch die freundliche Unterstützung des evangelischen Dekanates Selters und den Förderverein Musica Sacra e. V.: dadurch konnten alle Gäste in beiden Kirchen bei freiem Eintritt empfangen werden. Die anwesenden Besucherinnen und Besucher bedankten sich bei allen Sängerinnen und Sängern sowie bei allen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten mit einem donnernden Applaus, bevor sie nach den jeweils reichen und umfangreichen Konzerten in adventlicher Stimmung durch die Nacht nach Hause gingen.

Bericht: Barockkonzert 25.09.2016

Kaskaden von silbrigen Skalen und klangvolle Akkorde erfüllten die frühherbstlich lichtdurchflutete evangelische Kirche von Selters: Mit der Cappella Taboris aus Montabaur und Il Quadro Animato aus Frankfurt lud das evangelische Dekanat Selters abermals zu einem prächtigen Barockkonzert der Spitzenklasse ein. „Wir freuen uns, wieder so lebendige und historisch informierte Musik bei uns im Westerwald anbieten zu können“, freut sich der künstlerische Leiter Dekanatskantor Jens Schawaller. „Gemeinsam mit dem Dekanat Selters und dem Förderverein Musica Sacra e. V. ist es möglich, höchste Qualität auch in unserem ländlichen Raum pflegen zu können“. So konzertierten in dem herausragenden Ensemble des Dekanates Angelika Wies (Sopran), Monika Schlößer (Alt), Jens Schawaller (Tenor), Fabio Schnug (Bariton), Ingo Jungbluth (Bass) und Susanne Schawaller (Orgel) in der Kirche. Im Frankfurter Barockensemble Il Quadro Animato wirkt auch die bekannte hauptberufliche Cellistin Isabel Walter, die aus Montabaur stammt und schon als Schülerin häufig mit der Montabaurer Kantorei musiziert hat. Nach ihrem Studium des Barockcellos studiert sie in Frankfurt noch das Fach Gambe, wo sie an der dortigen Hochschule den Kontakt zu den Musikerinnen und Musikern von Il Quadro Animato fand. Das Quintett, das sich der Musik des Barock und der frühen Klassik verschrieben hat, wurde von Lorenzo Gabriele (Traversflöte), Francesca Venturi Ferriolo (Barockbratsche) und Emanuele Breda (Barockgeige) in Mailand gegründet; mit diesen Gründungsmitgliedern musizierten im Konzert auch noch Anna Kaiser (Barockvioline) und Jane Lazarovic (Violone). Das Barockorchester begeisterte alle Zuhörenden dabei sowohl durch virtuose Spielfreude als auch durch klangliche Schlankheit bei unterschiedlichsten musikalisch-rhetorischen Schattierungen. Alle anwesenden Gäste bedankten sich bei den Musikerinnen und Musikern mit einem langen donnernden Applaus.

Bericht: Konzert Frechblech 17.9.2016

WESTERWALD. Zu einem besonderen musikalischen Schulterschluss ist es zwischen dem Westerwald und dem Rheinland gekommen: Kreiskantor Christian Tegel und Dekanatskantor Jens Schawaller luden gemeinsam zu einem kontrastreichen Konzert für Orgel und Blechbläser in die Koblenzer Florinskirche ein. Mit wenig aufgeführten Kompositionen von Giovanni Perluigi Palestrina, William Byrd, Johann Sebastian Bach, Cyrillus Kreek, Maurice Duruflé und Morten Lauridsen erfüllten Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn), Benjamin Bereznai (Bariton und Basstrompete) und Jens Schawaller (Helikon, Bassposaune und Leitung) mit Christian Tegel an der Orgel die altehrwürdige Hauptkirche an der Mosel mit vollen Klängen. Dabei kamen noch drei weitere Werke in der Besetzung für Blechbläser und Orgel aus der Feder des international renommierten ungarndeutschen Komponisten Zsolt Gárdonyi zur Aufführung, ebenso sowie ein weiteres Orgelsolowerk vom selbigen Komponisten, der dem Konzert persönlich beiwohnte. Für eine Komposition musizierte an der ersten Posaune Stefano Perini (Praktikant der Rheinischen Philharmonie) als special guest mit. Der festliche Konzertabend klang im Beisein von Zsolt Gárdonyi in einem Stehempfang aller Beteiligten und Gäste in der Florinskirche aus.

Passionsmusik an Karfreitag 2016

WAHLROD / MONTABAUR. „O Haupt voll Blut und Wunden“ – der uralte Passionschoral zu Karfreitag von Paul Gerhardt im Klanggewand von Hans Leo Haßler – stand ganz im Mittelpunkt der Geistlichen Chor- und Orgelmusik der Montabaurer Kantorei und der Cappella Taboris in der klassizistischen Kirche von Wahlrod und der Lutherkirche von Montabaur.

 

„Der Choral nach einem lateinischen Text aus dem 13. Jahrhundert ist ein Meditationslied, das sich mit der Menschwerdung Jesu im Leiden und Sterben auseinandersetzt“, meint Dekanatskantor Jens Schawaller, dem die Gesamtleitung des Konzertes oblag. Zu Beginn erklang eine Orgelpartita aus der Feder von Johann Pachelbel über dies Lied, den die Montabaurer Kantorei als der Kammerchor des evangelischen Dekanates Selters im vierstimmigen Satz rahmte. Susanne Schawaller spielte die wertvolle Truhenorgel als einfühlsame und gleichsam virtuose Organistin und lies das Instrument in der für die Epoche Pachelbels typischen Artikulation sprechen und singen. Mit den beiden fünfstimmigen Choralmotetten mit Basso continuo „Unser Leben währet siebenzig Jahr“ und „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“ von Johann Michael Bach musizierten in der Cappella Taboris als dem Vokalensemble des evangelischen Dekanates Selters Monika Schlößer (Alt), Jens Schawaller (Tenor), Fabio Schnug (Bariton) und Ingo Jungbluth (Bass) gemeinsam mit der Violinistin Cornelia Heppner im Dialog zwischen Bibelwort und evangelischem Choral: „Ach, Herr, laß dein liebe Engelein“ und „Christus, der ist mein Leben“. Angesichts des 100. Todestages von Max Reger stellte Susanne Schawaller ein hochromantisches Choralvorspiel zu „O Haupt voll Blut und Wunden“ auf der Raßmannorgel in Wahlrod bzw. auf der Weigleorgel in Montabaur vor, das dann auch tatsächlich die große gleichnamige Choralkantate zu Karfreitag aus der Feder des oberpfälzischen Tonschöpfers eröffnete. Hier begeben sich die Orgel, Violine und Flöte – gespielt von Monika Schlößer – in die spannungsvolle und sich stetig steigernde Zwiesprache mit dem Chor, der die gesamte dynamische, klangliche und harmonische Bandbreite Reger´scher Musik gekonnt darzustellen verstand. Mit dem Choralvorspiel über „Herzlich tut mich verlangen“ von Johannes Brahms erklang eine weitere hochromantische Art, sich mit dem protestantischen Choralvorspiel auf der Orgel zu befassen. Das Männerstimmenensemble der Cappella Taboris wagte mit der polyphonen Komposition „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ für zwei Tenöre, Bass und Basso continuo von Heinrich Schütz den Blick über Karfreitag in Richtung Ostern hinaus. Abgerundet wurde das Programm durch auserlesene Textmeditationen zur Passion. Zum Schluß sangen die Montabaurer Kantorei und die Cappella Taboris unter dem Dirigat des Condirigenten Wilfried Schneider den Doppelchor für zwei vierstimmige Chöre und Basso continuo von Johann Michael Bach über „Halt, was du hast“ und „Jesu, meine Freude“. Die anwesenden Gäste erhoben sich nach dem Konzert in einem andächtigen Schweigen von ihren Plätzen und bedankten sich so bei allen Ausführenden.

21. Geistlichen Abendmusik

"Das klang ja fast schon wie eine richtige Orgel“, meint eine junge Zuhörerin nach der 21. Geistlichen Abendmusik in der evangelischen Pauluskirche Montabaur angesichts der respektablen Gruppengröße: und in der Tat brachten die 35 Musikerinnen und Musiker der verschiedenen Blockflötenensembles der Kreismu-sikschule Westerwald und der Lahn-Dill-Akademie Musik unter der bewährten Leitung von Torsten Greis ein enormes Klangspektrum zu Gehör. „Die unterschiedlichen Ensembles musizieren in verschiedenen Stilen auf zeittypischen Instrumenten“, erklärt Dekanatskantor Jens Schawaller, der neben der liturgischen Gestaltung und der Moderation die Ensembles am Cembalo begleitete und die historische Wagnerorgel von 1875 spielte. „Dadurch entsteht ein wirklich tragfähiger Klang, der die Kirche mit Musik ganz auszufüllen vermag“, so der agile Dekanatskantor des unteren Westerwaldes. Torsten Greis, studierter Blockflötist und hauptamtlicher Dozent, prägt seit Jahren die Blockflötenszene der Wäller Kulturlandschaft durch eigenes solistisches Konzertieren und den Aufbau und die Pflege seiner kontrastreichen Ensembles. Die Werke aus der Renaissance bis hin in die Moderne wurden von den Zuhörenden mit viel Spannung und Freude genossen – mit einem lang anhaltenden Applaus verklang ein weiterer kurzweiliger und kontrastreicher Konzertabend in der Montabaurer Pauluskirche.

Adventskonzert 2013, Pauluskirche

Adventskonzert 2013, Pauluskirche

Adventskonzert 2013 begeistert Zuhörer

Mit der großen Weihnachtskantate aus der Feder des Darmstädter Komponisten Friedrich Noack brachte die Montabaurer Kantorei als der Kammerchor des evangelischen Dekanates Selters gemeinsam mit dem Jugendchor The Praising TeenVoices und mit dem Quintett des Diezer Instrumentalensembles unter der Gesamtleitung von Dekanatskantor Jens Schawaller ein weiteres Mal Chorliteratur der Extraklasse in der Pauluskirche zur Aufführung. Geschrieben wurde die Kantate für jeweils einen vierstimmigen Solistenchor, einer bis zu sechsstimmig singenden Kantorei und Instrumente im Jahr 1931: „Die profunden Kenntnisse des vorbachschen Genres dieser Gattung wird in allen Teilen des Chorwerkes hörbar“, erklärt Dekanatskantor Jens Schawaller. „Noack folgt ganz der dramaturgischen Anlage vielfältiger Weihnachsthistorien, die ihren Höhepunkt bei Heinrich Schütz und später dann vor allem bei Johann Sebastian Bach finden“, so der Dekanatskantor des unteren Westerwaldes. Die einzelnen Personen des biblischen Weihnachtsberichtes sangen sowohl als Solisten wie auch in drei unterschiedlichen Soloensembles tonschön und sauber Angelika Wies (hoher Sopran), Monika Schlößer (Alt), Jens Schawaller (Evangelist), Fabio Schnug (Bariton) und Ingo Jungbluth (Tiefbass).

Die Kantorei zeigte sich in diesem Werk von einer besonders klangschönen Seite, in der sie der musikalischen Rhetorik durch deutliche Artikulation, sängerische Präsenz und gute Intonation künstlerischen Ausdruck verlieh. Im Orchester wirkten Cornelia Heppner (Solo-Violine), Dominik Will (Violine II), Erhard Köhler (Viola da braccia und Leitung), Isabel Walter (Solo-Violoncello), Rudolf Creutzburg (Kontrabass) und Susanne Schawaller (Solo-Orgel) als Solisten wie auch im Ensemble gewohnt gekonnt, souverän und überzeugend.

 

Wir freuen uns sehr, den Opfern der Sturmkatastrophe auf den Philippinen mit fast 1.000,00 Euro finanziell helfen zu können“, freut sich Dekanatskantor Jens Schawaller rückblickend auf die Kollekten der beiden großen Adventskonzerte der Montabaurer Kantorei in Rückeroth und in Montabaur: und in der Tat spendeten die vielen Wäller Zuhörerinnen und Zuhörer in den beiden voll besetzten evangelischen Kirchen großzügig für die notleidenden Menschen im Pazifischen Ozean. In Absprache mit Dekan Wolfgang Weik und Präses Michael Müller schloß sich der Vorstand des Fördervereines Musica Sacra e. V. sofort der Idee an, vom hiesigen Reichtum an bedürftige Menschen in Übersee abzugeben und die Kollekte ungeschmälert in die Katastrophenregion des Inselstaates zu geben – den vielen Spenderinnen und Spendern des Westerwaldes sei es gedankt!

Isabell Walter wieder an Musikhochschule in Frankfurt

Mit einem furiosen wie virtuosen Konzert schloß die Westerwälder Cellistin Isabel Walter ihr Musikstudium in Wuppertal bei Professorin Susanne-Müller Hornbach erfolgreich und bravourös ab. "Mit Isabel Walter haben wir eine Profimusikerin, die sich neben ihrer Solokarriere auch immer um die Dekanatskirchenmusik hier in Montabaur und im Westerwald gekümmert hat", freut sich Dekanatskantor Jens Schawaller. "Als Solistin und Ensemblemitglied hat die erfolgreiche Montabaurer Violoncellistin über viele Jahre die Montabaurer Kantorei bei ihren Konzerten begleitet und unsere Region dadurch künstlerisch gestärkt". Darüber hinaus hat Isabel Walter bereits als Schülerin des Musikgymnasiums Montabaur in vielen Konzerten im Westerwald und den angrenzenden Regionen ihr großes Talent öffentlich unter Beweis stellen können. Ab Oktober setzt sie ihre Ausbildung an der Musikhochschule in Frankfurt bei Professorin Kristin von der Goltz fort und wird gleichzeitig als Lehrerin an der Musikschule in Bad Vilbel jungen Menschen das Spiel auf dem Cello nahebringen.

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