30 Jahre Frauenfrühstück

Das Team

Seit 30 Jahren findet in unser Gemeinde 4 mal jährlich ein Frauenfrüstück immer am letzten Mittwoch des Monats statt. Wir sind ein Kernteam von ca.15 Frauen, die sich mit der Planung, der Wahl der Referenten und der Organisation befassen. Doch damit allein ist es nicht getan, es sind noch viele weitere Helferinnen nötig, damit das Frauenfrühstück auch künftig gelingen kann. Einkauf, Dekoration, in der Küche helfen, Kaffee und Tee kochen und die Tische decken für das Frühstück, für all das brauchen wir Frauen. Ebenso für Technik (Lautsprecher, Aufnahme der Kassetten, Mikrofoneinstellung), für musikalische Begleitung, fürs gemeinsame Singen, für Kinderbetreuung, Finanzen regeln, Andacht und Ansage aller wichtigen Ereignisse in der Gemeinde; im Anschluss wieder gute Geister die aufräumen, spülen, und in der Küche wieder Ordnung schaffen.
Wir sind dankbar, dass es uns immer wieder gelungen ist, gute Referent/innen zu spannenden Themen zu finden, die die Inhalte unter Berücksichtigung des christlichen Glaubens nahebringen.

Berichte von vergangenen Veranstaltungen

Montabaur -  „Wenn du hörst, was ich dir sage – verstehen wir uns.“ - 2. Frauenfrühstück 2019

 

Das zweite Frauenfrühstück dieses Jahres mit 50 teilnehmenden Frauen war wie immer wieder schön und interessant. An liebevoll gedeckten Tischen fanden lebhafte Gespräche statt, die erst durch den Vortrag der Referentin Sigrid Kopfer gestoppt wurden. Nach einer kurzen Vorstellung ihrerseits (Transaktionsanalytikerin, Seelsorgerin (KSA), Beraterin) wurden gleich die ersten Fragen an die Frauen gestellt. Mit welchen Menschen führen Sie gerne ein Gespräch, was erwarten Sie davon? Wie sehen Begegnungen aus, damit man sich wohl fühlt? Wie ist die Körpersprache, welche Gefühle werden ausgelöst? Jeder hat eine Erwartungshaltung. Wird nicht richtig zugehört oder äußert der Andere zu starre Ansichten, vermittelt unbewusste Angst, so fühlt man sich nicht wohl. Auch können in der Kommunikation Schwierigkeiten auftreten, wenn nicht klar formuliert wird, sich unklar ausgedrückt wird. Wie geht es besser?  Erst seine eigenen Gefühle hinterfragen, ehe man wütend, frustiert oder enttäuscht reagiert. Es ist leichter, dem Anderen den Konflikt zu zuschreiben als sich selbst. Frau Kopfer brachte lustige Beispiele à Loriot und jeder verstand!  Die wichtigste Hilfe ist „Ich bin ok, Du bist ok“ (Buchtitel von Thomas A. Harris).  Das heißt, ich bin wertvoll und du auch! Achtungsvoll  und respektvoll jedem Menschen begegnen. Den inneren „Kern“ des Anderen finden und ihm unvoreingenommen begegnen. Ein Gespräch sollte immer eine Einladung sein. Wenn jemand mit seinen Sorgen, Problemen zu einem kommt, nützen oft gutgemeinte Ratschläge gar nicht. Zum Beispiel den Jobwechsel, das nicht Abnehmen, die Trauer, den Verlust ansprechen, nachfragen, wie geht es dir damit, wie würdest du entscheiden, was brauchst du?  Die Hilfe besteht darin keine Abwertungen zu signalisieren, sondern zu selbstverantwortlichem Handeln zu ermutigen. Sehr sympatisch erzählte Frau Kopfer auch von einem ganz persönlichen Erlebnis.  Weiter ging sie darauf ein, wie wir von Kindheit an geprägt wurden. Wurde eine positive Grundhaltung gelegt, wird sie auf andere Menschen übertragen. Im christlichen Glauben wird diese Haltung immer wieder betont. Gott schuf die Erde, den Menschen und sah, dass es gut war, Altes Testament. Nach weiteren Beispielen im Neuen Testament gipfelt alles in dem wichtigsten Satz „Liebe deinen nächsten, wie dich selbst.“ Ich bin wertvoll- du bist wertvoll. Wie bei einer Waage soll ein Gleichgewicht bestehen. Neigt sich die Waage zu einer Seite, geraten auch die Gespräche in Schieflage – Überheblichkeit, Angst und Minderwertigkeitsgefühle entstehen. Ganz negativ, wenn beide Waagschalen abkippen… Doch wir können lernen richtig zu zuhören und uns wohl zu fühlen bei Gesprächen! 

Maria  Sibylla Merian – 1. Frauenfrühstück 2019

Wer kennt sie nicht, die Merian Hefte? Es werden Städte, Landschaften und Länder vorgestellt, die Wünsche oder Fernweh bewirken. Der Name geht auf den Kupferstecher Matthäus Merian, 17. Jh. zurück. Er ist der Vater von Maria Sibylla *2. April 1647 am Ende des 30 jährigen Krieges. Über ihr außergewöhnliches Leben berichtet Eva Knöllinger-Acker im Frauenfrühstück der evangelischen Gemeinde. Ihre künstlerische Begabung wurde schon sehr früh deutlich, aber nicht unterstützt. Erst ihr Stiefvater förderte ihr Talent und so übertraf sie mit 11 Jahren bald ihren Lehrer. Ihr besonderes Interesse galt den Insekten, Raupen. In ihrem Skizzenbuch kommt auch ihr persönlicher Malstil zum Ausdruck. Mit 18 heiratet sie, bekommt 2 Töchter. 1670 siedelt die Familie nach Nürnberg über; sie mußte zum Lebensunterhalt durch vielfältige Tätigkeiten mit beitragen. Außerdem unterrichtete sie junge Frauen in der Blumenmalerei und –stickerei. In dieser Zeit ließ sie auch das Buch über „Der Raupen wunderbare Verwandlung und sonderbare Blumennahrung“ verlegen. Mit 38 Jahren entschloss sie sich mit ihrer Mutter und ihren zwei Töchtern nach Schloss Walta-State / Niederland zu gehen. 1692 wurde sie geschieden. Nach dem Tod ihrer Mutter zog sie nach Amsterdam. Als anerkannte Naturforscherin bekam sie zu  vielen Gewächshäusern, Orangerien und dem Botanischen Garten  Zutritt, die ihren Studien nützlich waren. Um eine Reise nach Surinam zu finanzieren, nutzte sie ihre Kontakte, verkaufte ihre Sammlungen und Bilder. 1699 ging sie mit ihrer jüngeren Tochter an Bord eines Kauffahrtseglers, obwohl Freunde und Bekannte ihr dringend abrieten. Ungewöhnlich war, dass M.S.M. dort ihre Studien fortsetzte. Reisen nach Südamerika waren nur üblich, um durch Ausbeutung von Sklaven, schnell reich zu werden oder um als Abenteurer nach Schätzen zu suchen. Nach zwei Jahren war Maria Sibylla den Anstrengungen nicht mehr gewachsen, erkrankte heftig an Malaria. Die 54jährige traf im September 1701 mit ihrer Tochter wieder in Amsterdam ein. Danach erschien auch ihr Hauptwerk „Metamorphosis insectorum Surinamensium“. Zwei Jahre vor ihrem Tod erlitt sie einen Schlaganfall und konnte sich nur noch im Rollstuhl fortbewegen. 1717 starb sie 69jährig.

 

Eva Knöllinger-Acker *1955 studierte für Lehramt Deutsch und Biologie, danach noch Katholische Theologie in Vallendar. Als Lehrerin tätig, danach Familienphase (drei Töchter). Nebenamtlich in der Erwachsenenbildung engagiert, ehrenamtlich auf vielen Gebieten tätig. Seit 2001 Referentin beim Katholischen Bildungswerk Westerwald-Rhein-Lahn, Schwerpunkte: Theologie und Frauenbildung

 

 

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