Rückblick Frauenfrühstück am 28.9.2016

Das dritte Frauenfrühstück 2016 der evangelischen Paulusgemeinde war bestens mit ca. 80 Frauen besucht. 13 neue Gäste wurden willkommen geheißen. Wieder wurden die liebevoll geschmückten Tische mit dem herbstlichen Blumenboukett bewundert. Leider musste die Referentin auf Grund ihrer Hüftoperation absagen. Zum Glück konnte ihr Mann Peter Schulte das Thema übernehmen „Das verzeihe/vergebe ich dir (nie)!“ Herr Schulte ist Pastor und Dozent am Theologischen Seminar Rheinland (TSR); im Vorstand NEUES LEBEN e.V. Seit 40 Jahren verheiratet, zwei Söhne, zwei Enkel. Damit stieg er in das Thema ein. Auch in einer guten Ehe bleiben Verletzungen nicht aus; je schwerer sie sind, desto schwieriger ist es zu verzeihen. Warum verletzen sich Menschen? Es gibt viele Gründe. Gedankenlosigkeit, mangelndes Einfühlungsvermögen oder weil sie selbst in der Kindheit verletzt wurden. Doch wie schützt man sich? Man muss sich selbst erkennen, wer bin ich? Je nach persönlichen Merkmalen (Phlegmatiker, Sanguiniker, Choleriker und Melancholiker), Sensibilität, Gefühlen (Emotionen) und spirituelle Psyche reagiert der Mensch. In der modernen Psychologie wird wieder die Wichtigkeit von Körper und Seele zusammen für das Befinden gewertet. Die Vernunft (Aufklärung) kann nicht  von Gott (Spiritualität) getrennt werden. Wie schützt man sich? Man kann dem anderen seine verletzten Gefühle mitteilen  oder man setzt Grenzen. Die körperlichen Reaktionen spiegeln sich in Sprüchen wieder, wie „das halte ich im Kopf nicht aus“; „das geht unter die Haut/Gürtellinie“ und verursachen Schmerzen. Sie können verdrängt werden, aber auch immer wieder aufbrechen. Der Prozess dauert und das Verzeihen, die Vergebung funktioniert nicht sofort. Wichtig ist, zu erkennen, dass es immer um einen selbst geht! Deshalb soll man sich selbst verzeihen oder dem Verursacher, auch wenn dieser nicht will oder evtl. schon tot ist. Sich von der Opferrolle lösen. Denn wenn wir uns das Selbstwertgefühl geben, entlasten  wir uns. So wie wir im Glaubensbekenntnis beten „vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“.  Es ist unsere Entscheidung und durch die Wahrnehmung verändern wir uns, damit wir in Frieden leben können.
Ein letztes Frauenfrühstück findet im November statt mit dem Thema „Meine Mutter und ich – lebenslang spannend“. Mehr Infos www.evki-montabaur.de

Rückblick zum Frauenfrühstück vom 29.06.2016 mit dem Thema "Jochebed – nur die Mutter?" mit Referent Pfarrer Arnold Bock:

Referent fesselt als Geschichtenerzähler beim Frauenfrühstück.
    
Sechzig aufmerksame Zuhörerinnen. Gebannt und gespannt. Bei einer Geschichte, die schon über 3000 Jahre alt ist. Das schaffen nicht viele. Arnold Bock scheint einer von ihnen zu sein. Dem kurz vor seiner Pensionierung stehenden Pfarrer aus Holzhausen im Edertal gelang dies  vor kurzem, als er in Montabaur im Pauluszentrum als Referent zu Gast war. Nicht zum ersten Mal, wie er während seiner Vorstellung erwähnte.  Den unteren Westerwald kenne er noch aus seiner Zeit in Selters, wo er am Aufbau des dortigen evangelischen Jugendhauses wesentlich beteiligt gewesen war.
Von Jochebed, Mutter von Mose, dem großen Anführer des Volkes Israel, erzählte Pfarrer Bock an diesem Vormittag. Fesselnd. „Nur die Mutter?“ – ‚Mehr nicht? Oh, doch!’ machte der immer noch glücklich verheiratete Vater zweier erwachsener Söhne beim Sommer-Frauenfrühstück der evangelischen Kirchengemeinde deutlich. Den anwesenden Frauen, die in kleinen Tischgruppen gewohnt gemütlich frühstückten, zeigte er, wie aktuell das mutige Vorbild dieser Mutter aus dem Alten Testament, deren Name nur zweimal in der Bibel erwähnt wird, auch heute noch ist.  Das gilt für den Umgang mit Flüchtlingen genauso wie für den furchtlosen Einsatz rund um das Leben ihres Kindes. Auch die Gäste, die nach einem herzlichen Willkommen durch das Vorbereitungsteam in entspannter Atmosphäre erstmals ein solches „Frühstückstreffen für Frauen“ erlebten, teilten auf den ausliegenden Kommentarkarten ihre Begeisterung mit und kündigten ihr Interesse an einer erneuten Teilnahme an. Am 28. September 2016 gibt es dazu in der Schusterstadt die nächste Gelegenheit, wenn die dann eingeladene Referentin Jutta Schulte zu dem Thema „Das verzeih’ ich dir (nie)!“ sprechen wird. 

 

Zur Person:


Pfarrer Arnold Bock ist in Hannover geboren und aufgewachsen. Er wirkte schon in jungen Jahren in der evangelischen Gemeinde mit. Nach dem Umzug der Familie nach Frankfurt war er dort Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit. Dort machte er auch sein Abitur. Das anschließende Theologiestudium absolvierte er in Oberursel, Heidelberg und Tübingen. Vikariat in Herborn Seelbach, Gemeindepfarrer in Selters/WW und Beuren im Kreis Gießen. Arnold Bock ist Gemeindepfarrer in Holzhausen und Herzhausen.


Anmeldung für das nächste Frauenfrühstück wie immer im evangelischen Gemeindehaus der Paulusgemeinde in Montabaur in der Peterstorst. 6,  9 - 11 Uhr. Anmeldung Tel.: 02602-1349880.

 

Das Team

Seit mehr als 20 Jahren findet in unser Gemeinde 4 mal jährlich ein Frauenfrüstück immer am letzten Mittwoch des Monats statt. Wir sind ein Kernteam von ca.15 Frauen, die sich mit der Planung, der Wahl der Referenten und der Organisation befassen. Doch damit allein ist es nicht getan, es sind noch viele weitere Helferinnen nötig, damit das Frauenfrühstück auch künftig gelingen kann. Einkauf, Dekoration, in der Küche helfen, Kaffee und Tee kochen und die Tische decken für das Frühstück, für all das brauchen wir Frauen. Ebenso für Technik (Lautsprecher, Aufnahme der Kassetten, Mikrofoneinstellung), für musikalische Begleitung, fürs gemeinsame Singen, für Kinderbetreuung, Finanzen regeln, Andacht und Ansage aller wichtigen Ereignisse in der Gemeinde; im Anschluss wieder gute Geister die aufräumen, spülen, und in der Küche wieder Ordnung schaffen.
Wir sind dankbar, dass es uns immer wieder gelungen ist, gute Referent/innen zu spannenden Themen zu finden, die die Inhalte unter Berücksichtigung des christlichen Glaubens nahebringen.

So erreichen Sie uns:

Pfarramt Lutherkirche

z.Zt. vakant

 

Pfarramt Pauluskirche

z.Zt. vakant


Pfarrstelle III

z.Zt. vakant

 

Gemeindebüro
Ute Kaiser

Tel.: 0 26 02 / 13 49 88 0

E-Mail:

ev.kirchengemeinde.montabaur@ekhn-net.de

 

Bitte geben Sie bei telefonischen oder schriftlichen Anfragen immer an, wie wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen können (Telefonnummer oder E-Mail-Adresse)

oder benutzen Sie einfach unser Kontaktformular

Gemeindebrief:

Alles Wissenswerte zum Gemeindeleben und aktuellen Veranstaltungen in einem Heft!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Evangelische Kirchengemeinde Montabaur