Neues Pfarrteam für unsere Kirchengemeinde

 

Gemeinsame Ordination am 10.06.2018

Die drei Pfarrstellen in Montabaur werden bald wieder besetzt. Der Kirchenvorstand hat am Sonntag bekanntgegeben, dass Anna Meschonat, Maurice Meschonat und Anne Pollmächer im Sommer in der Kreisstadt beginnen.

Sie haben sich Montabaur bewusst ausgewählt, teilten sie mit: Dies sei eine interessante Gemeinde mit vielen Engagierten und vielen Gestaltungsmöglichkeiten. Das Trio kennt sich aus der gemeinsamen Ausbildung: „Wir sind ein Team, und wir möchten nun unsere gute Zusammenarbeit in die Gemeinde Montabaur einbringen“, sagen sie.

Anna und Maurice Meschonat waren bisher in der Wetterau tätig. Anna Meschonat bringt Erfahrungen aus der Klinikseelsorge mit. Ihrem Mann Maurice liegt besonders die Jugendarbeit am Herzen. Anne Pollmächer arbeitet derzeit am Theologischen Seminar in Herborn und hat dort den Schwerpunkt „Gottesdienstgestaltung“.

Der Kirchenvorstand hat sich einmütig dafür ausgesprochen, dass die drei die Pfarrstellen antreten. Der Vorsitzende Thomas Lehnet betonte: „In der gegenwärtigen Situation brauchen wir ein Pfarrteam, das sich kennt und schätzt und das die Gemeinde wieder zusammenführt.“

 

 

 

Adventskonzert mit Frechblech

 

Mit der traditionellen „Geistlichen Abendmusik“ zum ersten Advent des Soloquintetts Frechblech unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller wurde auch in diesem Jahr in der stimmungsvollen Pauluskirche in Montabaur das neue Kirchenjahr musikalisch-festlich eröffnet: im 500. Jahr der Reformation musizierte das Wäller Ensemble in einem für diese Gruppe typischen Crossover der Stile und gedachte damit sowohl des großen Reformators Marin Luther als auch der adventliche Bußzeit. So ließen Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn), Benjamin Bereznai (Basstrompete und Bariton) und Jens Schawaller (Helikon) mit Melchior Vulpius´ polyphonen Kanon über „Es ist ein Ros entsprungen“ den Klangraum der neugotischen Pauluskirche durch verteilte Aufstellung im Raum bewußt erleben und begaben sich mit Johann Christoph Friedrich Bachs ersten Satz aus der Mottete über „Wachet auf“ in die sehr galante Tonsprache des Bückeburger Bachs. Einen Kontrast hierzu bildete das zeitgenössische Choralvorspiel über „Tochter Zion“ von Christian Sprenger, das wiederum in einem spannungsreichen Zusammenhang mit Johann Sebastian Bachs Choralvorspiel über das Lutherlied „Nun komm, der Heiden Heiland“ aus dem Orgelbüchlein mit Choral und weiterhin einem modernen Choralvorspiel über „Nun komm, der Heiden Heiland“ von Christian Sprenger stand. Mit Zoltán Kodály Motette „Adventi ének“ erklang als besondere Klangmischung ein Trio aus zwei Trompeten und Basstrompete, die das Werk ausgesprochen verschmelzungsfähig in moderner Tonsprache hörbar werden ließen. Im ganzen Ensemble erklang dann wiederum Johannes Brahms weltbekannte Motette „O Heiland, reiß die Himmel auf“, in der der Komponist barocke Kompositionstechniken in romantische Klangströme goss. Mit Christian Sprengers Choralvorspiel über „Die Nacht ist vorgedrungen“ zeichnete das Ensemble die eher ernsten Töne dieses ergreifenden Gemeindeliedes nach und nahmen ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mit der Choralbearbeitung „Der Mond ist aufgegangen“ des ungarischen Tonschöpfers Zolt Gárdonyi in die weichen Akkorde eines introvertierten Jazzstückes unserer Tage gefangen. Die Gemeindelieder der 39. Geistlichen Abendmusik interpretierte der A-Kantor des Dekanates Selters als Organist und nahm alle Anwesenden als Singende mit ins Konzertgeschehen. Mit einem musikalischen Augenzwinkern verabschiedete Frechblech sich fröhlich mit Christian Sprengers Potpourri „Fröhliche Weihnacht überall“ von seinen Gästen.

 

 

Konzertgottesdienst zum Buß- und Bettag

 

Am Buß- und Bettag lud die Cappella Taboris, das besondere Vokalensemble des Evangelischen Dekanates Selters, zu einem abendlichen Konzertgottesdienst in die Evangelische Lutherkirche Montabaur ein, deren Erbauung sich zum 500. Jubiläum der Reformation zum 50. Male jährt. Gemeinsam mit Dekan Wolfgang Weik konnten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher solistische Chor- und Kammermusik mit Angelika Wies (Sopran), Monika Schlößer (Alt und Altblockflöte), Hildegard Sthamer (Tenor), Ingo Jungbluth (Bass) und Susanne Schawaller (Orgel) unter der künstlerischen Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller (Tenor und Kontrabass) vom Feinsten genießen: in deklamatorischer Leichtigkeit und imitativer Polyphonie erklangen mit „Die Furcht des Herren“, „Fürchte dich nicht“ und „Ich beuge meine Knie“ drei „Kleine Geistliche Konzerte“ für zwei Männerstimmen und Basso continuo von Heinrich Schütz in frühbarocker Ausdrucksstärke. In Anlehnung an die liturgische Folge des lutherischen Gottesdienstes schloss sich im konzertanten Rahmen die Motette „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Felix Mendelssohn Bartholdy an, in der sich die Cappella Taboris ganz dem romantischen Klangideal hingab; kontrastierend zum Chorklang des 19. Jahrhunderts erklang mit „Singe, Seele, Gott zum Preise“ eine aus den virtuosen „Neun deutschen Arien“ von Georg Friedrich Händel für Sopran, Altblockflöte, Orgel und Kontrabass in barocker-verspielter Manier. Bei Johann Christoph Friedrich Bachs erstem Satz aus der quirligen Motette „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ bewies das Vokalensemble als Gesamtgruppe eine hohe Kunstfertigkeit in Hinblick auf spritzige Artikulation, sichere Intonation und elastische Agogik, um dem galanten Stil dieser Komposition lebendigen Ausdruck zu verleihen. Das Abendmahl unter der liturgischen Leitung von Dekan Wolfgang Weik wurde musikalisch eingeleitet durch die zwei Motetten „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ und „Wer bis ans Ende beharrt“, wiederum aus der Feder von Felix Mendelssohn Bartholdy, und wurde von den anwesenden Gästen dankbar angenommen. „Wir freuen uns sehr, mit Dekan Wolfgang Weik in der Evangelischen Kirchengemeinde Montabaur einen Konzertgottesdienst mit Abendmahl feiern zu können“, meint Dekanatskantor Jens Schawaller, „gemeinsam haben wir im Dekanat Selters bereits sehr gute Erfahrung mit dieser ungewöhnlichen künstlerisch-liturgischen Form“. Die Cappella Taboris verabschiedete ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mit Mendelssohns Komposition „Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren“ versöhnlich in den dunklen Buß- und Bettagsabend.

 

 

Musical "Martin Luthers Kinder"

 

Was würden Luthers Kinder zu ihrem Papa sagen?

Lutherlieder und moderne Gesänge – eine ungewöhnliche Mischung für ein Musical? „Überhaupt nicht!“, kommentiert keck eine junge Sängerin der Kirchenmäuse, dem Kinderchor der Ev. Kirchengemeinde Montabaur, das Statement eines der zahlreichen Besucher des Luthermusicals anlässlich des 500jährigen Reformationsjubiläums. „Kinder haben ein zartes Gespür und eine echte Offenheit für die Lieder des Wittenberger Reformators“, freut sich Dekanatskantor Jens Schawaller, „anders als viele Erwachsene gehen sie ganz freimütig und ideologisch vollkommen unbelastet mit dem reformatorisch-musikalischem Erbe um“. Und tatsächlich sangen sich die jungen Menschen im kurzweiligen Musicals „Martin Luthers Kinder“ von Verena und Klaus Rothaupt mit ihren hellen und intonationssicheren Stimmen in die Herzen der Zuhörer. Dabei gestalteten sie die Lieder des 16. Jahrhunderts sowie das zeitgenössischen Liedgut mit einer ausdrucksstarken Choreographie, die die Musik lebendig abbildete. Als seit einigen Jahren bereits bewährte und zuverlässige Geigerin wirkte Sophie Jungbluth mit, die mit viel musikalischem Selbstbewusstsein und künstlerischer Ausdruckstärke den Violinpart interpretierte. Im Verlauf des Musicals erlebten die Gäste tiefe Einblicke in Martin Luthers – souverän und humorvoll-gekonnt gespielt von Walter Liebe – Privatleben: abendliches Geschichtenerzählen im Familienkreis, Diskussion um die Schulsorgen der Kinder, Zankereien unter den Geschwistern – und die wichtige Frage, wo die sechs Kinder eigentlich herkommen: schließlich sind Mutter und Vater Luther ja eigentlich Mönch und Nonne. „Im 50. Jahr der Lutherkirche ist dies Musical auch ein besonderes Geschenk an die hiesige Kirchengemeinde, die ihre jüngere von den beiden Kirchen voller Stolz nach dem großen Reformator benennt“, erklärt Dekanatskantor Schawaller, dem das Orgelspiel an der wertvollen Truhenorgel und die Gesamtleitung oblag. Die Gäste bedankten sich mit einem donnernden Applaus bei den Kirchenmäusen.!

 

 

Jung und Bätzing sehnen sich nach gemeinsamen Abendmahl

 

Viele Besucher bei Podiumsdiskussion in Montabaur

70 Jahre Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, und seit rund einem Jahr ist Dr. Georg Bätzing Bischof des Bistums Limburg. Eigentlich könnten Kirchenpräsident Dr. Volker Jung und Georg Bätzing gemeinsam einen erfolgreichen Herbst 2017 feiern. Aber die beiden höchsten Vertreter der Kirche in der Region bleiben sachlich. Sie wissen, dass sich die Gesellschaft grundlegend verändert. Dass die Kirchen Mitglieder verlieren. Dass sich viele fragen, welche gesellschaftliche Relevanz Kirche heute noch hat. Und dass Christen immer noch nicht gemeinsam das Abendmahl feiern. Bei der Podiumsdiskussion in Montabaur sprechen sie nicht nur über das, was gelingt. Sondern auch über diejenigen Dinge, die noch immer nicht rund laufen. Die Besucher in der voll besetzten Stadthalle erleben ein offenes, selbstkritisches Gespräch – und einige handfeste Überraschungen.

Den vollständigen Bericht können Sie hier lesen.

 

 

Reformationskonzert wird zum musikalischen Abenteuer

 

Beeindruckender Abend in Montabaurer Lutherkirche

Gleiche Besetzung, neuer Ort: Die Montabaurer Lutherkirche ist diesmal die Kulisse des großen Reformationskonzerts des Evangelischen Dekanats Selters. Und das ist durchaus ein Experiment. Denn im Gegensatz zur Selterser Kirche, in der die vergangenen großen Dekanatskonzerte stattfanden, hat der Klang in dem modernen Gotteshaus nur wenig Nachhall. Die trockene Akustik kann Segen und Fluch zugleich sein: Sie macht die Musik durchhörbar und transparent, zeigt aber jede Unsauberkeit schonungslos auf. Dekanatskantor Jens Schawaller hat sich trotzdem auf das Abenteuer eingelassen – und setzt sogar noch einen oben drauf. Er spielt nicht auf Sicherheit, sondern traut der Montabaurer Kantorei, dem Ensemble „Il Quadro Animato“ und den Gesangssolisten mit der Bachkantate „Ein feste Burg“ (BWV 80) einiges zu.

Bachs Bearbeitung des Reformationssuperhits besteht aus acht Sätzen und zeichnet sich durch ihre Komplexität und die musikalische Interpretation des Kampfes von Gut gegen Böse aus. Schon die ersten Takte deuten an, dass die eher trockene Akustik der Musik guttut: Die raffinierte und kunstvolle Stimmführung ist stets nachvollziehbar; der einzigartige, zupackende Klang der historischen Instrumente kann sich hervorragend entfalten, statt von einer langen Hallfahne zugedeckt zu werden. Es ist schon bemerkenswert, wie wohl sich eine „alte“ Barockoboe, eine Oboe da caccia und das exotische Violoncello piccolo in einer modernen Kirche fühlen.

Auch der Kantorei scheint die Akustik nichts auszumachen. Ganz im Gegenteil: Die Vokalisten sind bei der Sache und meistern die schwierigen Melodieläufe vorbildlich. Beispielhaft für das souveräne Auftreten des gesamten Chores: die kräftigen, klar artikulierenden Männerstimmen, die die raffinierten Bezüge zwischen Text und Musik deutlich herausstellen – etwa wenn Bach den „Bösen Feind“ mit einer geradezu hinterhältig synkopierten Rhythmik darstellt. Für die vier Solisten – Hannah Gries (Sopran), Franziska Ernst (Alt), Daniel Jeremy Tilch (Tenor) und Johannes Schwarz (Bass) – ist das Ambiente ebenfalls eher Glücksfalls statt Last. Wenn Johannes Schwarz’ Bass-Rezitativ zwischen Wut und Zärtlichkeit changiert oder Hannah Gries ihre zarte Arie vorträgt, sind die Zuhörer dankbar für die Unmittelbarkeit der Akustik, die der Musik etwas ausgesprochen Intimes verleiht.

Das gilt ebenso für die Musikerinnen und Musiker: Emanuele Paolo Breda spielt die Ouvertüre in B-Dur von Georg Philipp Telemann nicht nur nach (alleine das ist angesichts der schwer entzifferbaren, handgeschriebenen Noten eine Kunst!), sondern haucht sie behutsam hin – Musik als zarte Berührung zwischen dem Interpreten und seiner Liebe, dem Instrument. Und als am Ende Isabell Müller-Hornbachs Cello-Läufe bei Bachs Kantate (Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ (BWV 6) durch die gut besuchte Kirche flirren, zeigt sich, dass das Experiment geglückt ist: Das Reformationskonzert des Evangelischen Dekanats Selters hat gezeigt, dass selbst anspruchsvolle Werke im anspruchsvoller Umgebung ans Herz gehen können. (bon)

 

Die Mitwirkenden des Konzerts:

Emanuele Paolo Breda (Violine I), Joosten Ellée (Violine II), Francesca Venturi Ferriolo (Viola da braccia), Isabel Müller-Hornbach (Violoncello und Violoncello piccolo), Jane Lazarovic (Kontrabass), Antonello Cola (Oboe da caccia), Laura Alvarado Diaz (Oboe), Yoko Tanaka (Oboe), Hannah Gries (Sopran),  Franziska Ernst (Alt),  Daniel Jeremy Tilch (Tenor), Johannes Schwarz (Bass), Susanne Schawaller (Orgel), Jens Schawaller (Leitung und Orgel), die Montabaurer Kantorei.

 

Quelle: Peter Bongard

 

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